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James Coignard Biographie 

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James Coignard Biographie

James Coignard wurde am 15. September 1928 in Tours, Frankreich, geboren. Im selben Jahr zog seine Familie nach Paris um, wo James Coignard seine frühe Jugend verbrachte und zum ersten Mal die Pariser Kunst-Galerien kennenlernte.

Während des 2. Weltkrieges lebten er und seine Familie in Tours. Dort arbeitete er als 19jähriger für kurze Zeit in der Finanzverwaltung als Steuergehilfe in dem kleinen Dorf Langeais.

Als junger Mann begann Coignard eine enge Freundschaft mit dem französischen Maler Marchand des Raux aus Ville-Franche-sup-mer, der Coignards anfängliche künstlerische Entwicklung stark beeinflusste.

1948 wurde Coignard von dem Steuerbüro nach Ville-Franche-sup-mer versetzt (einer wunderschönen alten Stadt an der See), wo sein Freund lebte, und er faßte den Entschluß, ein ernsthafter Maler zu werden. Er übte seinen Beruf zwar weiter aus, besuchte aber gleichzeitig Abendkurse an der Ecole des Arts Décoratifs, während er in Raux's Studio in die Lehre ging.

Im darauffolgenden Jahr organisierten Coignard und Raux eine Ausstellung im Museum Ile de France in St. Jean Cap Ferrat unter dem Titel "Ecole de Paris et Art Sacre (Die Schule von Paris und die heilige Kunst) ". Dort trafen sie auch Matisse und freundeten sich später mit Barque und Chagall an. Dies war der Anfang von Coignard´s Einstieg in die bedeutende zeitgenössische Kunst. Seine erste Ausstellung hatte Coignard in Beaulieu-sur-mer.

1950 gewann Coignard den ersten Preis beim Concours des Arts Décoratifs.
Zwei Jahre später kehrte er nach Paris zurück, und er eröffnete dort gemeinsam mit dem Journalisten Hubert Herzog, einem Freund aus seiner Kinderzeit, ein Keramik-Studio. Coignard entwickelte sich zu einem "Hansdampf in allen Gassen"; er verdiente sich das Geld für seinen Lebensunterhalt in einer Buchbinderei und als "Mädchen für Alles" in einem Theater. Am linken Ufer Von Paris gab er Ein-Mann-Ausstellungen und lernte dort andere junge zeitgenössische Maler kennen. Er traf den hoch anerkannten "School of Paris" -Künstler Max Papart, der dem jungen Maler viel Mut machte. Ihre Freundschaft besteht bis zum heutigen Tage.

1956 heiratete James Coignard Mereille Poupart. Zuerst ließen sie sich in Beaulieu-sup-mer nieder. Ein Zimmer ihrer Wohnung richtete sich Coignard als Studio ein. Er fühlte, dass das Leben an der See mit dem ungewöhnlichen Licht über den natürlichen Landschaften von Land und Wasser sein Farbempfinden beeinflußte. Hier setzte er seine Malerei fort und erstellte Keramiken. Hier traf er auch den Kunsthändler Paul Hervieu mit dem er 30 Jahre zusammenarbeitete.

1958, während seiner Reise durch Spanien, wurde Coignard von der Arbeit des spanischen Künstlers Clave beeinflußt, der später sein Freund wurde. Er verzichtete darauf, wie sonst nur reine, klare Farben zu verwenden, und so entstand eine neue Richtung, die eine starke Wirkung auf seine zukünftigen Arbeiten hatte.
Umgeben von seinen Künstler-Freunden wie Borsi, Papart, Goetz, Boumester, Baboulene, Chaput, Marchand de Raux und anderen, entwickelte Coignard eine tiefere Philosophie über seine Arbeiten. Er reiste nach Skandinavien und
Italien, wo er sich der Gruppe "Fuccina degli Angeli" anschloß und schuf eine Reihe von Skulpturen aus mundgeblasenem Glas.

1966 traf Coignard George Benichou, einen intellektuellen und erfahrenen Humanisten. Benichou gesellte sich zu der Liste von engen Freunden des Künstlers und war wiederum jemand, der großen Einfluß auf Coignard hatte.
1968 zeigte der Franco-Amerikaner Henri Geotz Coignard sein neues Manuskript "Gravur mit Karborundum", welches nicht nur für Coignard neue Wege eröffnete, sondern auch die graphischen Arbeiten vieler zeitgenössischer Maler wie Miro, Clave, Papart, Tapies und Hartung beeinflußte. Als Folge hiervon wurde Goetz als Urheber und geistiger Vater der Karborundum-Technik beim Drucken bekannt.
Als Ergebnis von Goetz´s Erfindung und Einfluß kaufte sich Coignard seine erste Presse und begann, mit der neuen Technik zu experimentieren. Dies war es, was seine Reputation ausmachte.

1984 begrüßte die Nahan Galerie James Coignard, den Freund vieler Jahre, in der Gruppe von ausgesuchten Künstlern, die von ihr vertreten wurden. Nahan bezeichnet Coignard als ein herausragendes, künstlerisches Talent, allseits beachtet von Sammlern, Kunstkritikern und über 125 Museen in der ganzen Welt.
Schon vor dem Jahr 1978 berichtete Nahan in ihrem Galerie-Journal " ... James Coignard Ein bedeutender Künstler, den sowohl wir als auch unsere erfahrenen Sammler empfehlen.“ Im Jahr 1978 schrieb Nahan: "James Coignard, ein Künstler unserer Zeit, der sich mit der Natur des Menschen und seiner Umgebung befaßt..
Coignard hat die Fähigkeit, in seinen bemerkenswerten Radierungen und Collagen starke, tiefe Gefühle festzuhalten.“

Die Kunst von Coignard weckt oft Gefühle der Vertrautheit und Verständnis für das Unbekannte, Situationen und Personen, die uns mit einem Mal seltsam bekannt vorkommen. Seine künstlerische Strenge zeigt uns Wege, die unsere innersten Gedanken anregen. Manchmal sieht man so nicht nur das Bild als solches, sondern blickt direkt hinein in die Kunst von Coignard. Aber immer liegt eine fast quälende, intensive Anziehungskraft über seinen Werken.

Coignard beschäftigt sich mit dem Dilemma der Menschheit - der Mensch als  Gefangener seiner Umgebung -. Dieses quälende Thema war über viele Jahre Gegenstand von Coignard´s Arbeiten.

Kollektionen in Museen und Sammlungen:
Dublin Museum Dublin ; Musee D ' Art Moderne, San Francisco ; British Museum, London ; Biblioteque Municipale, Nizza ; Musée de St. Denis, Paris ; Biblioteque Municipale, Tours ; Fairleigh Dickenson University, New Jersey ; Musée d'Israel, Jerusalem ; Museum of San Diego, Kalifornien ; Musée de Dimona, Israel ; Colgate University, New York ; South African National Gallery, Cape Town ; University of Pennsylvania, Philadelphia ; High Museum of Art, Atlanta ; Biblioteque Nationale, Paris ; Museum of New Mexico, Santa Fe ; Musée d´Histoire et d´art, Luxemburg ; University of Minnesota, Minneapolis ; Historical Soaiety of Montana, Montana ; Musée de l´Abbaye de St. Crois, les Salbes d´Olonne ; Finch College, New York ; Phoenix Art Museum, Arizona ; Syracuse University, New York ; La Jolla Art Center, Kalifornien ; Oklahoma Art Center, Oklahoma City ; University of Alabama, Alabama ; Lincoln University, Oxford, Pennsylvania ; University of Miami, Coral Gables ; University of the South, Sewanee, Tennessee ; Wilmington College, Ohio ; Jamestown College, North Dakota ; Glassboro State College, New Jersey ; Eastern Montana College, Montana ; Belhaven College, North Carolina ; Jackson and Mississippi College, Mississippi ; Fulton Montgomery College, New York ; Northwood Institute, Michigan ; Rutgers University, New Jersey ; University of Concinatti, Ohio.